Home | Home_de
last change: 2017-07-07

net:art | near in the distance 3

English Version

Wie nahe können sich KünstlerInnen in einer Performance kommen, obwohl sie an verschiedenen Plätzen der Welt auftreten? In Linz, Barcelona, Prag, Rom, Hailuoto und Mumbai! Eine Multisite-Performance ist eine Produktion, in der Kunst und Technologie im Einklang sind.

Eine Multisite-Sound/Dance-Performance

Brucknerhaus Linz | Mittlerer Saal
Untere Donaulände 7, 4020 Linz, Austria

1. Juni 2017 | 19:00 - Kurzversion | 30 Minuten | nur für TNC17-TeilnehmerInnen
1. Juni 2017 | 20:30 - Langversion | 80 Minuten | allgemein zugänglich

Eintritt frei


© Arno Traninger
© Adolf Alcañiz
© Arno Traninger
© Gerard Spee

Alle Fotos wurden bei net:art | near in the distance 2 aufgenommen (Wien, Juni 2015).

Über das technische Equipment und dessen Anwendungen könnte man ein ganzes Buch schreiben: die optimale Positionierung der Mikrofone, Codex-Probleme, Mixing-Konsolen, Interface Cards, LED Walls, die Überlistung von Firewalls etc. Ohne sehr spezielle Audio/Video Low-Latency-Softwarelösungen und schnelle Hochleistungsdatennetze sind Multisite-Performances in Echtzeit nicht möglich.

Hinter den Kulissen geht es um das Management von Signalen, die von entfernten Orten aus zu einer multimedialen Show zusammenfließen. Je kürzer die Übertragungsdauer der Daten und je geringer die Verzögerung, desto besser. Und kurz bedeutet einen Augenaufschlag lang, nicht Sekunden. Die Kombination von Schnelligkeit und großen Datenmengen ist eine große Herausforderung für die TechnikerInnen und Voraussetzung für die hohe Bild- und Tonqualität.

Auch auf der Bühne gilt es, wie bei jeder anderen Kunstproduktion, das Publikum zu begeistern. Die KünstlerInnen beherrschen nicht nur ihre eigenen Instrumente, sondern spielen auch mit dem Medium Internet. Das Internet ist unsichtbarer Vermittler und Kunstraum zugleich und erlaubt die magische künstlerische Interaktion. In jeder Phase der Performance geht es um den Aufbau von Intimität und Nähe durch die Überwindung von Distanz.

net:art | near in the distance 3 ist die aktuelle Produktion einer Serie, die 2013 gestartet wurde. Experimentiert wird mit der Implementierung von Hochtechnologie in darstellende Kunstprozesse.

Rupert Huber und Richard Dorfmeister (Tosca) haben im Februar 2017 ihr aktuelles Album "Going Going Going" veröffentlicht. Teile dieses Albums fließen in die telematische Komposition von Rupert Huber ein und werden mit internationalen KünstlerInnen weiterentwickelt. Die Tanz- und Musikkompo­nenten der Performance beeinflussen sich gegenseitig. Die visuelle Umsetzung der Tanzszenen entsteht eigenständig zwischen den KünstlerInnen in Barcelona und Linz. Die Bilder des Tänzers in Linz werden dabei zeitgleich in Barcelona weiterverarbeitet und erreichen dann wieder - verwoben mit den Reaktionen der Tänzerin in Barcelona - das Publikum in Linz als interaktive "Collage".

"performing arts over advanced networks" ist eine zeitgenössische Kunstform, bei der die verschiedenen Veranstaltungsorte in der Regel über schnelle Netzwerkanbindungen verfügen. Aufgebrochen wird dieses Konzept diesmal durch Einspielungen von Aufnahmen aus Mumbai und von der finnischen Insel Hailuoto, für die geringe Bandbreiten verfügbar sind. Die künstlerische und technische Interaktion wird dadurch erweitert und stellt verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten gegenüber.

Alle Komponenten der Performance - auch die Übertragungen der MusikerInnen aus Rom und Prag - werden durch eine narrative Bildkomposition verdichtet.

Das Konzept der Produktionsserie net:art | near in the distance sieht vor, mit einem Kernteam an SpezialistInnen zu arbeiten und dieses immer wieder zu erweitern.

Mehr Informationen (nur Englisch) finden Sie unter:

Artists
Venues
Partners
Sponsors

net:art | near in the distance 3 wird aus Anlass der in Linz stattfindenden
internationalen Konferenz TNC17 - The Networking Conference aufgeführt.